Mittwoch, Juni 19, 2002

1. Belassen wir es beim wöchentlichen Erscheinen.
1.1 Man kann CGI-Skripte laufen lassen. Das angesprochene Authoring-System bestünde aus einem Stack, auf den man Texte schieben kann und von dem jede Woche ein Text genommen wird. Trivial. Entweder das System verlangt, dass die Beiträge schon in einem akzeptablem Format übergeben werden oder das System muss umformatieren. Zweiteres ist nicht so trivial. Das System (Variante 1) zu programmieren ist keine echte Herausforderung, macht aber, wie so vieles, Mühe.
1.2 Beim Editionsverfahren gibt es immer jemanden, der die Verantwortung für das Erscheinen hat. Er kann, wenn er mehrere Beiträge zur Verfügung hat, diese so zusammenstellen, wie er es für adäquat hält, er kann außerdem direkt Beiträge anwerben und diese ggf 'dazwischen schieben'. Ich glaube, dass das nicht-anonyme Editionsverfahren einer interessanten Korrespondenz dienlicher ist als das anonyme Authoring-System. Ich glaube nicht, dass beim Authoring-System die Technik als solche hinreichend interessant ist, um es zu favorisieren.
1.3. Ich plädiere für das Editionsverfahren. Es ist denkbar einfach, ein Template haben wir schon. Das kann ggf geändert werden. Z.B. können wir -- gemach gemach -- ein XML-Template mit verschiedenen XSL-Transformationen erstellen für die adäquate Darstellung eines Dokuments auf verschiedenen Browsern. Außerdem könnten wir standardmäßig Information, die für andere Zwecke als die Darstellung ,z.B. für automatische Verlinkung, genutzt wird, hinzufügen. Ich kann Thomas zeigen, wie man Beiträge formatiert und auf unsere Seiten stellt.
1.4 Die PDF-Variante ist gestorben. Sie könnte in Form einer Druckversion der Korrespondenz in Zusammenhang mit einem XML-Template als Zombie auferstehen.
1.5. Wenn Ihr meiner Argumentation folgt: Wer ist Herausgeber für Juli? David?
2. Ich glaube nicht, dass es die angesprochenen kurzen Korrespondenzen jemals geben wird und finde das auch nicht schlecht so.
3. Belassen wir es bei beiden Weblogs.
3.1 Ich finde auch, dass bei antville die Beiträge zu schnell verschwinden. Ich fände es besser, wenn sie thematisch geordnet längere Zeit parat wären. Ich glaube, das läßt sich sehr einfach machen, gucke mir das mal an und präsentiere Euch dann eine Lösung.
4. Real-Server? Keine Ahnung. Ich schau mal.

Dienstag, Juni 18, 2002

Fein. Werde mich am Wochenende mal an ein Authoring-System machen. HC, k"onnen wir cgi-Skripte laufen lassen auf korrespondenz.biz?
Zu antville, ich glaube, die Beitr"age werden unbegrenzt archiviert. Es gibt auch eine M"oglichkeit, sich einen Blog runterzuladen in einem XML-Format, habe ich aber nicht ganz verstanden. HC?
1. Nun gut. Ich kann nicht beurteilen, ob die Hefte-Variante uns in die Katastrophe führen würde, weil ich nicht weiss, ob wir nicht jetzt schon unter katastrophalen Rezeptionsbedingungen "arbeiten". Wenn wir nun aber mehr Schreiberinnen und Schreiber haben, ist das Argument "Arbeitsersparnis", das die Hefte-Variante so attraktiv machte, hinfällig und das Thema durch. Bleibt die Arbeitsersparnis für HCS: dazu müssten wir tatsächlich das Editionsverfahren für die Korrespondenz automatisieren oder demokratisieren, damit jeder seine und anderweitig eingeworbenen Beiträge selbst einstellen kann. (Kann mir jemand das beibringen?)
2. Eine pauschale Eingliederung der Korrespondenzen in Antville finde ich nicht so vorteilhaft. Ich bin mit der Plattform, dem Layout und der Idee verschiedener Plattformen ganz zufrieden. Ein Text wie Motorsterben (aber auch Buffy, Electric Dragon) scheint mir hier nicht angemessen untergebracht. Das droht unterzugehen. Altertümliche Aura: ich wünsche solchen Texte eine besondere Lesesituation. Weiss aber, dass ich damit eher allein stehe. Wenn ich Horst richtig verstanden habe, so fand er die Korrespondenz-Texte eher zu lang, zu "weit weg", wenig zupackend.
Insofern begrüsse ich es auch, wenn es dann Korrespondenzen gibt, die nicht mit zu hohen Gestaltungsansprüchen daherkommen und eher "klassisches Weblog"-Zeug beinhalten. Wer war je dagegen? Ich wäre nur dagegen, damit andere Formate zu verdrängen. "Klassisches Weblogzeug" könnte man meinetwegen auch direkt in Antville einstellen. Dann stellt sich allerdings die Frage: Wie aufnahmefähig sind die Archive von Antville? Wie lang bleiben, wann verschwinden diese Beiträge? Sollen sie verschwinden?
Ein letztes: Linklisten sind gut, sollten aber natürlich verlinkt, organisiert, strukturiert sein. Wenig reizvoll scheint mir: "Da hätte ich noch eine schöne Paul-Breitner-Seite", Linktipps à la Fernsehillustrierte. Ist aber ein unnötiger Einwand angesichts der derzeitigen Mitarbeiter.

Montag, Juni 17, 2002

OK, ein Kompromissvorschlag, aber zuerst nocheinmal eine Darlegung, warum ich gegen die Heft-Variante bin.
- Habe ich ja schon gesagt, und glaube ich weiterhin: Das w"urde jede Art von Leserschaft, so es denn eine gibt, t"oten. Etwas zu schaffen, das so interessant ist, dass man nach zwei Monaten wiederkommt, haben wir keine Zeit und Energie zu.
- Zus"atzlich bezweifele ich ernsthaft, dass uns das irgendwie Zeit sparen w"urde. Wie ich meine Arbeitsweise kenne, w"urde das bedeuten, dass ich bis relativ in die N"ahe des anvisierten Erscheinungstermins nichts tun w"urde, und dann eher mehr Stress haben w"urde. Ebenso glaube ich nicht, dass die Zeit, die vielleicht durch das nicht-Schreiben gewonnen wird, tats"achlich f"ur eine aktivere Weblog-Beteiligung genutzt w"urde. Ich zumindest nehme mir lieber am St"uck f"ur etwas Zeit; die gleiche Zeit, die f"ur eine Korrespondenz brauche, mit Bloggen zu verbringen, w"urde mich wesentlich mehr Zeit kosten, falls Sie verstehen was ich meine.
- Wir haben doch jetzt eine weitere Autorin, die auch halbwegs regelm"assig schreiben w"urde. Das w"urde bedeuten, dass alle vier Wochen ein Artikel f"allig ist, also auch nicht mehr, als bei
2-monatlicher Erscheinungsweise.

Also hier ein Vorschlag:
- Wir machen die Korrespondenz weblog"ahnlicher, gliedern sie vielleicht sogar ganz in antville ein (z.B., wir behalten zwar die Ausgangsseite korrespondenz.biz, aber lagern die tats"achlichen Korrespondenzen auf antville.org und verlinken dahin)? D.h., Montags kommt immer ein etwas l"angerer Beitrag, und durch die Woche kann dann nach Bedarf gepostet werden.
- Weiter k"onnen wir ja auch noch deutlicher machen, dass die Korrespondenzen auch einfacher sein k"onnen, also z.B. auch ohne Probleme einfach nur Linklisten mit minimalen Kommentaren, also klassisches Weblog-Zeug. Das wiederum k"onnte ich mir n"amlich ganz gut vorstellen, einfach die Woche "uber interessante Links zu speichern und dann einmal kurz zusammenzufassen. Damit m"usste sich doch nun wirklich jeden Montag etwas zusammenstellen lassen.
Zu Antville: Kann man ändern, mach ich. Die URLs für die Verweise findet man unter 'link me', einfach URL kopieren.
Noch eine Anmerkung zur lokalen Öffentlichkeit. Ich bin dafür, erst einmal beide Weblogs nebeneinander bestehen zu lassen. Eines aufzugeben bedeutete Resignation, Rückschritt, Rückzug ins Private. Und das kann ja niemand wollen.
Formal gesehen finde ich beide Angebote interessant. Die Kommentar-Funktion auf Antville erlaubt einen konzentrierteren Austausch, Abzweigungen, Vertiefung. Allerdings gefällt mir die plane Oberfläche bei Blogspot besser, auf der Kommentare zu früheren Kommentaren und neue Hinweise, Doofes und Ernstgemeintes unverbunden nebeneinander stehen. Das erzeugt ein grösseres assoziatives Feld. A propos grösser: ich finde bei Blogspot ebenfalls besser, dass das aktuelle Fenster grösser ist. Wenn, wie bei Antville, die Einträge schon nach kurzer Zeit in den Archiven verschwinden, schafft das einen unnötigen Aktualitätsdruck und führt dazu, dass Diskussionen frühzeitig abbrechen, Nachträge unmöglich, Assoziationsketten getrennt werden. (Kann man das bei Antville ändern?) Kann man auch auf Einzelbeiträge in den Weblogs Verweise schalten?

Sonntag, Juni 16, 2002

Ich bitte um Entschuldigung. Auch für meine Meinung. Zunächst war ich skeptisch, was den Reformvorschlag angeht. Nun bin ich etwas weniger skeptisch. Das Argument, dass eine zweimonatige Erscheinungsweise in dem Medium uninteressant ist, leuchtet mir in gewisser Weise ein. Außerdem war ich zunächst dagegen, nur weil es Anfangsschwierigkeiten gibt, die Form der Korrespondenz zu ändern. Wenn man das Projekt als Projekt "im Entstehen" betrachtet, muss man eben Defizite hinnehmen. Allzu schnelle Kursänderungen dagegen können auch den Reiz des Projektes mindern. Ich persönlich war zunächst an den Texten, der Textproduktion interessiert, von der ich auch eine gewisse Stetigkeit und Dichte erwartet habe. Nun muss man aber die eigene Ignoranz nicht zum Masstab machen: wenn die Textproduktion zurückgefahren wird, damit man Platz für andere Anwendungen und Äusserungsformen schafft, ist das gut. Das spräche also für den zweimonatigen Erscheinungsrhythmus. Inzwischen spricht auch meine persönliche Erfahrung dafür. Tatsächlich sollten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir mehr Schreiber/Innen haben, den Erscheinungszyklus anpassen. Ich merke nämlich, dass ich zeitlich kaum in der Lage bin, den alle drei Wochen fälligen Korrespondenz-Artikel zu schreiben. Und Ihr merkt, dass ich darüber hinaus nicht in der Lage bin, kontinuierlich die Weblogs zu bedienen. Das liegt daran, dass die Bewegung im Netz und das Schreiben darüber sich für mich nicht selbstverständlich über der Arbeit ergeben, sondern selbst Arbeit sind. Mein Computer ist in der Regel eine Textverarbeitungsmaschine, meine Arbeit findet in Archiven statt, mein Wissen generiert sich aus Akten und Büchern. Soll heissen: das weblog ist nicht einfach präsent, ich muss mich sozusagen dafür entscheiden, Zeit dafür freischaufeln. (Das widerspricht natürlich dem Grundgedanken. Aber egal.) Insofern finde ich es richtig, für das weblog mehr Zeit zu bekommen. Ich teile den Gedanken, dass hier wesentlich mehr Engagement gezeigt werden muss als bisher.
Wenn ich den Vorschlag mit der zweimonatliche Erscheinugsweise unterstütze, dann, weil ich glaube, dadurch Zeit zu sparen. Das funktioniert natürlich nur, wenn man die Ansprüche an das Format nicht zu sehr anhebt. Unterschiedliche Formate, Themenhefte usf., sind zwar nett, sollten aber nicht zum Grundverständnis gehören. Die PDF-Lösung verlangt meines Erachtens eine andere Textsorte. Man könnte das ignorieren, zumindest müsste man aber PDF-Texte sorgfältig(er) redigieren.
Wenn ich den Vorschlag unterstütze, dann also aus pragmatischen Überlegungen und unter dem Vorbehalt, bei erweiterten personellen Ressourcen wieder die alte Form in Erwägung zu ziehen.
Zu der Diskussion um technische Lösungen mag ich mangels Kompetenz wenig beitragen: der Gedanke eines e-mail-service allerdings ist gut, auch wenn er von "hybridem Selbstbewusstsein" (Wilhelm Amyan) zeugt.
Noch zwei Einzelhinweise:
1. Von der documenta kann ich berichten, allerdings werde ich erst im August hinfahren und, wie ich mich kenne, vermutlich eher von Cafeteriaklos als von Kunst berichten.
2. Wenn Horst es nun nicht macht (Suchmaschinen), mach ich es halt. Allerdings unter dem Vorbehalt, es nich richtig zu machen.








Die aktuelle Korrespondenz 012 "Motorsterben" von hap ist im Netz. Die WAP-Korrespondenz wurde eingestellt.