Samstag, April 20, 2002
Wird Stoiber Weltmeister? Im ZDF-Effenberg--Videotext-TED stimmen derzeit (11h45) 55,4% mit Ja auf die Frage hin "Hat Effe recht? Sind Arbeitslose Drückeberger?" Rhizomatischer Faschismus?
Donnerstag, April 18, 2002
Es ist ferner bemerkenswert, dass dieses Blog zumindest mir schon verlassen vorkommt, ein Geisterblog, vergleichbar mit dem Gopher-Space.
Ob Tlr noch lebt?
Ob Tlr noch lebt?
Mittwoch, April 17, 2002
Kontinuierliches Wuchern, ab jetzt auch hier.
Die Bermerkung, dass Rhizome kontinuitätsbedürftig sind, überzeugt. Außerdem wuchern sie. Warum nicht bei Antville ein zweites Blog eröffnen und beide Blogs in den Beiträgen von Zeit zu Zeit verlinken? Wenn wir mit dem Blogwuchern angefangen haben, dann können wir auch versuchen, in andere Foren hineinzuwuchern und alles irgendwie miteinander verlinken.
1. Ich habe Empire bestellt und mich dann gefragt, wozu eigentlich. Denn von den Rezensionen lässt sich nicht auf ein gutes Buch schließen, vom Tenor der Diskussion sogar eher auf ein uninteressantes. Reicht es nicht, wenn man den Titel weiß?
2. Bezüglich der Einschätzung von Open Source bleibe ich skeptisch. Eine "Bewegung" (Ich setzte das Wort nicht in Anführungszeichen, weil ich bezweifle, dass es sich um eine Bewegung handelt, sondern weil ich nicht weiß, was eine Bewegung ist.), der sich problemlos und ohne lange zu zögern IBM anschließen kann, strebt nicht der grundlegenden Veränderung der Produktionsverhältnisse entgegen. Oder weniger stark: Es erscheint mir nicht plausibel, dass sie der grundlegenden Veränderung zustrebt. Plausibel erscheint mir, dass gehypt wird. Dass durch Open Source die Konstruktion nützlicher, robuster ggf gar schöner Automaten gefördert wird, steht außer Zweifel.
3. Ich habe mich als "Schmitz" bei antville angemeldet und bin zum Umzug bereit (umherschweifende Blogrebellen).
4. Irgendein informativer Hinweis: David Lynch hat eine Paysite eröffnet: davidlynch.com.
2. Bezüglich der Einschätzung von Open Source bleibe ich skeptisch. Eine "Bewegung" (Ich setzte das Wort nicht in Anführungszeichen, weil ich bezweifle, dass es sich um eine Bewegung handelt, sondern weil ich nicht weiß, was eine Bewegung ist.), der sich problemlos und ohne lange zu zögern IBM anschließen kann, strebt nicht der grundlegenden Veränderung der Produktionsverhältnisse entgegen. Oder weniger stark: Es erscheint mir nicht plausibel, dass sie der grundlegenden Veränderung zustrebt. Plausibel erscheint mir, dass gehypt wird. Dass durch Open Source die Konstruktion nützlicher, robuster ggf gar schöner Automaten gefördert wird, steht außer Zweifel.
3. Ich habe mich als "Schmitz" bei antville angemeldet und bin zum Umzug bereit (umherschweifende Blogrebellen).
4. Irgendein informativer Hinweis: David Lynch hat eine Paysite eröffnet: davidlynch.com.
Dienstag, April 16, 2002
Oh Gott! Bin gerade erst Deinem Link gefolgt....
Ich w"urde die gerne gegen das Team von Marx spielen sehen, damit k"onnte man die Sache ein f"ur alle Mal entscheiden.
Ich w"urde die gerne gegen das Team von Marx spielen sehen, damit k"onnte man die Sache ein f"ur alle Mal entscheiden.
1. Evaluative Anmerkung: Das Medium bewährt sich; ich habe schon etwas gelernt.
2. Frage zum Tausch: Gilt das Tauschprinzip auch hier? Gedanke gegen Gedanke?
3. Umziehen zu antville.org. Meinetwegen schon, klingt vernünftig. Allerdings habe ich ja auch keine Arbeit damit. Was würde in einem solchen Fall mit den Beiträgen hier? Kann man die mitnehmen? Soll man die verhyperhyperlinken? Und schließlich: auf Antville.org wird erstmal drei Monate geblieben. Denn: "Auch Rhizome brauchen Kontinuität" (D. Dath).
2. Frage zum Tausch: Gilt das Tauschprinzip auch hier? Gedanke gegen Gedanke?
3. Umziehen zu antville.org. Meinetwegen schon, klingt vernünftig. Allerdings habe ich ja auch keine Arbeit damit. Was würde in einem solchen Fall mit den Beiträgen hier? Kann man die mitnehmen? Soll man die verhyperhyperlinken? Und schließlich: auf Antville.org wird erstmal drei Monate geblieben. Denn: "Auch Rhizome brauchen Kontinuität" (D. Dath).
Ein Vorschlag: Lasst uns nach www.antville.org umziehen. Denn:
a) Besseres Layout,
b) Mehr M"oglichkeiten, so z.B. eine Kommentarfunktion. Ich weiss ich weiss, das ermutigt ``hallo wie geht's''-Kommentare, aber dennoch erlaubt es, etwas einfacher Diskussionen zu f"uhren.
c) Besseres Umfeld, und damit (mehr) potentielle Leser. Erstmal sind dort recht viele deutschsprachige Blogs, was ja schonmal den potentiellen Leserkreis
erweitert. Und was ich in den letzten Tagen so gesehen habe, scheinen dort neben viel Driss auch halbwegs interessante Leute dabei zu sein, das kann ja nicht schaden.
Ich habe schon mal ``korrespond.antville.org'' reserviert. Sollten wir uns f"ur einen Umzug entscheiden, meldet euch einfach an und ich trage euch als Editoren ein.
a) Besseres Layout,
b) Mehr M"oglichkeiten, so z.B. eine Kommentarfunktion. Ich weiss ich weiss, das ermutigt ``hallo wie geht's''-Kommentare, aber dennoch erlaubt es, etwas einfacher Diskussionen zu f"uhren.
c) Besseres Umfeld, und damit (mehr) potentielle Leser. Erstmal sind dort recht viele deutschsprachige Blogs, was ja schonmal den potentiellen Leserkreis
erweitert. Und was ich in den letzten Tagen so gesehen habe, scheinen dort neben viel Driss auch halbwegs interessante Leute dabei zu sein, das kann ja nicht schaden.
Ich habe schon mal ``korrespond.antville.org'' reserviert. Sollten wir uns f"ur einen Umzug entscheiden, meldet euch einfach an und ich trage euch als Editoren ein.
Nochmal zu Empire, habe gestern also wieder etwas versucht darin zu lesen, mit dem gleichen Erfolg. Vielleicht sollte ich es nicht auf Englisch lesen. Es kling f"ur mich, als ob es eine (nicht besonders gute) englische "Ubersetzung einer Niederschrift eines auf franz"osisch gehaltenen Vortrages w"are. Ich weiss, einer der Autoren ist Amerikaner, und der andere zumindest kein Franzose. Aber dennoch.
Ein harter Kampf "ubrigens dr"uben in der Djungelwelt zwischen Freunden des Imperialismus und seinen Feinden, mit den Feinden knapp in F"uhrung... Wof"ur stand TED eigentlich, habe ich mich schon h"aufiger gefragt?
Ein harter Kampf "ubrigens dr"uben in der Djungelwelt zwischen Freunden des Imperialismus und seinen Feinden, mit den Feinden knapp in F"uhrung... Wof"ur stand TED eigentlich, habe ich mich schon h"aufiger gefragt?
Zu Open-Source: Ganz so stimmt das nicht.
Dass Universit"aten (in den USA) ihre Forschungsergebnisse meist in die public domain geben, hat erstmal rechtliche Gr"unde: Wenn mit Steuermitteln finanziert, geh"ort es auch der Allgemeinheit. Wohlgemerkt, public domain, und das ist nicht unbedingt open-source, die Lizenzen k"onnen restriktiver sein.
An Ruhm mangelt es `in der Szene' sicherlich nicht, eher ist es so, dass Ruhm dort als einziges Zahlungsmittel fungiert. (Das "ubrigens in guten Zeiten frei konvertierbar ist in Jobs in der Industrie.)
Was aber doch wahr ist, ist, dass hier in grossem Stil Produktionsmittel eigent"umerlos zur Verf"ugung gestellt werden. Damit wird der Kapitalismus vermutlich eher nicht abgeschafft, aber dennoch guckt er kurz verwirrt. Microsoft z.B. ist nicht gl"ucklich, und wusste lange nicht, wie es damit umgehen sollte. Dass IBM z.B. in Open Source investiert, ist ja eher in der Konkurenz zu MS begr"undet; die Sch"onheit der Gnu-Public-License ist ja, dass sie damit zu einem Mitspieler auf gleicher Ebene wie der 15-j"ahrige John Smith werden. Das verdient immerhin genauere theoretische Betrachtung, denke ich. Muss wohl mal Slavoj anrufen.. Oder vielleicht Robert Kurz, f"ur den doch, wenn ich mich recht erinnere, Tauschringe mal der einzige Weg in's Gl"uck waren?
Dass Universit"aten (in den USA) ihre Forschungsergebnisse meist in die public domain geben, hat erstmal rechtliche Gr"unde: Wenn mit Steuermitteln finanziert, geh"ort es auch der Allgemeinheit. Wohlgemerkt, public domain, und das ist nicht unbedingt open-source, die Lizenzen k"onnen restriktiver sein.
An Ruhm mangelt es `in der Szene' sicherlich nicht, eher ist es so, dass Ruhm dort als einziges Zahlungsmittel fungiert. (Das "ubrigens in guten Zeiten frei konvertierbar ist in Jobs in der Industrie.)
Was aber doch wahr ist, ist, dass hier in grossem Stil Produktionsmittel eigent"umerlos zur Verf"ugung gestellt werden. Damit wird der Kapitalismus vermutlich eher nicht abgeschafft, aber dennoch guckt er kurz verwirrt. Microsoft z.B. ist nicht gl"ucklich, und wusste lange nicht, wie es damit umgehen sollte. Dass IBM z.B. in Open Source investiert, ist ja eher in der Konkurenz zu MS begr"undet; die Sch"onheit der Gnu-Public-License ist ja, dass sie damit zu einem Mitspieler auf gleicher Ebene wie der 15-j"ahrige John Smith werden. Das verdient immerhin genauere theoretische Betrachtung, denke ich. Muss wohl mal Slavoj anrufen.. Oder vielleicht Robert Kurz, f"ur den doch, wenn ich mich recht erinnere, Tauschringe mal der einzige Weg in's Gl"uck waren?
Montag, April 15, 2002
Ich fürchte, ich werde diesem "Forum" nur antizyklisch folgen können. Also letztlich gar nicht. Zu 1. Negri/Hardt muss ich erst einmal das Rezensionswesen bewältigen, bevor ich etwas dazu sagen mag. Bemerkenswert scheint mir jedoch die fast schon euphorische Reaktionen, die nicht nur zuverlässig mitteilungsbedürftige Grosskritiker wie Slavoj Zizek äußern, sondern auch das komplette bürgerliche Feuilleton, das sicher nicht wegen der politischen Implikationen des Buches so lobhudelt. Warum also die Freude? Große Gelehrsamkeit? Der Reiz der Totaltheorie? Ist Globalisierungskritik sexy (Naomi Klein)? Alles eine Frage des Theoriedesigns, des äh: Dispositivs? Ist Empire als Apologie zu lesen? Oder gönnt man mit patriarchaler Geste der Linken mal ein gutes Buch? Der Linken? Die scheint ja fleißig darüber zu diskutieren (und nicht nur in dem peinlichen Empirechat des Campus-Verlages), ob mit "Empire" ein grösserer Weltbildveränderungsschub und möglicherweise sogar Weltveränderungsschub verbunden ist. In der jungle.world wird das z.t. dokumentiert, z.t. aber auch wieder ironisiert. Da der klassische Imperialismus-Begriff von "Empire" verabschiedet wird, darf man per TED entscheiden, ob man dies gut findet. Ganz lustig, aber es zeigt auch nur, dass man letztlich nicht weiß, was man DAMIT ANFANGEN KANN.
2. Verbitte ich mir die Unterstellung, dass Historiker irgend etwas mit Marx zu tun haben könnten. Diese Zeiten sind "Gottsei Dank" (Klaus Hildebrand) vorbei. Ob der freie Tausch der Open source-Bewegung ein Hebel gegen das Kapitalverhältnis ist, vermag ich deswegen nicht gut marxistisch zu beantworten. Mir leuchtet aber die skeptische Kritik von Herrn Schmitz ein. Antikapitalistische Nischen werden ja immer wieder angezapft und kapitalisiert - und eingerichtet, wenn es gilt, das Gesamtsystem zu stabilisieren. Sympathisch finde ich den anderen Teil der Kritik: der mangelnde Respekt der "Open-source-Bewegung" für engagierte Programmierer usf. Aber dahinter steht m.e. eine hedonistische Vorstellung von einem politischem Projekt. Respekt, Anerkennung. Bedeutet politisch zu arbeiten nicht: Entbehrung, langer Atem, Verschmelzung mit dem großen Ganzen?
2. Verbitte ich mir die Unterstellung, dass Historiker irgend etwas mit Marx zu tun haben könnten. Diese Zeiten sind "Gottsei Dank" (Klaus Hildebrand) vorbei. Ob der freie Tausch der Open source-Bewegung ein Hebel gegen das Kapitalverhältnis ist, vermag ich deswegen nicht gut marxistisch zu beantworten. Mir leuchtet aber die skeptische Kritik von Herrn Schmitz ein. Antikapitalistische Nischen werden ja immer wieder angezapft und kapitalisiert - und eingerichtet, wenn es gilt, das Gesamtsystem zu stabilisieren. Sympathisch finde ich den anderen Teil der Kritik: der mangelnde Respekt der "Open-source-Bewegung" für engagierte Programmierer usf. Aber dahinter steht m.e. eine hedonistische Vorstellung von einem politischem Projekt. Respekt, Anerkennung. Bedeutet politisch zu arbeiten nicht: Entbehrung, langer Atem, Verschmelzung mit dem großen Ganzen?
1. ja wie, ich nehme den deadline-druck weg? ich stelle die texte, die ich habe, ins netz. was bleibt mir? (ich mache das sonntags oder montags.)
2. design-update ist eine gute idee. auch ich halte die totenköpfe nur für eine variante des baustellenschildes. werbung? genau. um leser und schreiber zu finden.
3. mark ist offensichtlich ein ausgewaschener luther, ein 20%-protestant.
2. design-update ist eine gute idee. auch ich halte die totenköpfe nur für eine variante des baustellenschildes. werbung? genau. um leser und schreiber zu finden.
3. mark ist offensichtlich ein ausgewaschener luther, ein 20%-protestant.
Sonntag, April 14, 2002
Neue Texte: kommen. Wenn Du auch immer den Deadline-Druck im letzten Moment wegnimmst... Ist jetzt also immer Sonntag update-Tag?
Mindestens genauso dringend brauchen wir Design-Update, finde ich. Und dann sollten wir langsam an Werbung denken. Nein, nicht zur Finanzierung, sondern Werbung f"ur uns, um Leser zu finden.
PS: Wie Mark schon immer wusste, every fifth man is guilty. Und die Rate scheint noch drastisch gestiegen zu sein.
Mindestens genauso dringend brauchen wir Design-Update, finde ich. Und dann sollten wir langsam an Werbung denken. Nein, nicht zur Finanzierung, sondern Werbung f"ur uns, um Leser zu finden.
PS: Wie Mark schon immer wusste, every fifth man is guilty. Und die Rate scheint noch drastisch gestiegen zu sein.
Sind wir ambitioniert? Ich fürchte, nicht hinreichend. Ich habe gerade den dritten Beitrag der Korrespondenz ins Netz gestellt. Ein vierter Text liegt auf Halde, dann ist Schluss. Wir brauchen mehr Texte -- bitte schickt mir wieder, respektive endlich was zu -- und Autoren. Wenn wir sichergestellt haben, dass Texte kommen, dann können wir deren Veröffentlichung automatisieren. Das FTP-Passwort für unseren Server rücke ich übrigens gerne raus (allerdings nicht öffentlich).
Die Veröffentlichung über das WAP ist nicht uninteressant. Es gibt im Grunde nicht mehr als zwei Gliederungsmöglichkeiten: Texte werden in Dateien gegliedert, Dateien in Karten. Jede Karte steht für sich, der Übergang von einer Karte zur nächsten geht allerdings relativ schnell. Beim Übergang von einer Datei zur nächsten muss neu geladen werden, das dauert einen Moment. Der Text auf einer Karte, vor allem der der ersten Karte, muss aussagestark sein. Mit dem ersten Satz auf den zweiten zu verweisen ist witzlos, wenn der zweite nicht gleich kommt. Ich glaube, WML-Texte können gut parolenhaft, skandierend sein (oder so ähnlich: wittgensteinsch redundanzlos).
Wenn das Archiv der Korrespondenz etwas größere Ausmaße angenommen hat, dann können wir dieses Korpus bearbeiten. Wir können z.B. einen Automaten bauen, der die Texte segmentiert und die Segmente sinnvoll verlinkt. Bsp.: Im ersten Text von Thomas: "wie Simon Lütgert in der Jungle World zuletzt gezeigt hat (Nr. 8/ 2002)" müsste mit dem entsprechenden Artikel verlinkt werden. Namen können mit Homepages verlinkt werden. Usw. Die Idee ist, meine ich, von Uszkoreit.
Die Veröffentlichung über das WAP ist nicht uninteressant. Es gibt im Grunde nicht mehr als zwei Gliederungsmöglichkeiten: Texte werden in Dateien gegliedert, Dateien in Karten. Jede Karte steht für sich, der Übergang von einer Karte zur nächsten geht allerdings relativ schnell. Beim Übergang von einer Datei zur nächsten muss neu geladen werden, das dauert einen Moment. Der Text auf einer Karte, vor allem der der ersten Karte, muss aussagestark sein. Mit dem ersten Satz auf den zweiten zu verweisen ist witzlos, wenn der zweite nicht gleich kommt. Ich glaube, WML-Texte können gut parolenhaft, skandierend sein (oder so ähnlich: wittgensteinsch redundanzlos).
Wenn das Archiv der Korrespondenz etwas größere Ausmaße angenommen hat, dann können wir dieses Korpus bearbeiten. Wir können z.B. einen Automaten bauen, der die Texte segmentiert und die Segmente sinnvoll verlinkt. Bsp.: Im ersten Text von Thomas: "wie Simon Lütgert in der Jungle World zuletzt gezeigt hat (Nr. 8/ 2002)" müsste mit dem entsprechenden Artikel verlinkt werden. Namen können mit Homepages verlinkt werden. Usw. Die Idee ist, meine ich, von Uszkoreit.
Ich habe mich bisher mit der Open-Source-Bewegung nicht besonders befasst. Ich finde es gut, wenn Software und Quellcodes frei verfügbar sind, man gemeinsam daran arbeiten und gute Automaten konstruieren kann. Das Lob der von Dir angeführten Protagonisten erscheint mir allerdings hanebüchen. Natürlich sollen die Produkte verwertet werden. Als Open Source werden Ergebnisse der Forschung (z.B. der Universitäten) dem Markt verfügbar gemacht, was diesen -- so eine Hoffnung -- fördert. IBM beteiligt sich nicht an der Open Source Bewegung, um den Kapitalismus in seinen Grundfesten zu erschüttern, sondern weil dadurch ein günstiges Umfeld für den Tausch anderer Produkte geschaffen wird. (Eine legitime Vorgehensweise, meine ich.) Aber: An Open Source beteiligen sich sicherlich Idealisten, die gut und viel arbeiten, ohne dafür adäquat entlohnt zu werden und ohne angemessenen Ruhm zu ernten. Das ist ärgerlich. Ein Bekannter -- Programmierer -- erzählte mir letztens, dass ein entfernt bekannter Zahnarzt ihn bat, ihm -- dem Zahnarzt -- doch netterweise einen Rechner zu installieren, zu reparieren o.ä. Umsonst, versteht sich. Der Bekannte lehnte ab mit der Bemerkung, er -- der Zahnarzt -- würde sich sicher nicht herablassen, umsonst ein kariöses Gebiss zu sanieren. Ich finde, mein Bekannter hat recht. Ich meine, man soll darauf achten, dass die eigene Arbeit gewürdigt und angemessen entlohnt wird. Ich glaube, dass dem, der seine Arbeit verschenkt -- das tun die wenigsten der Open Source Bewegung -- nichtmal Respekt gezollt wird, im Gegenteil.
